Donald Meichenbaum - Das Cape Cod Interview

Gewalttätige Menschen und die Dynamik aggressiven Verhaltens

Heinrich Berbalk im Gespräch mit Donald Meichenbaum
Heinrich Berbalk im Gespräch mit Donald Meichenbaum

Donald Meichenbaum (rechts im Bild) gehört nach einer Umfrage der Zeitschrift American Psychologist zu den 10 einflussreichs-ten Psychotherapeuten des 20. Jahrhunderts. Das folgende Interview wurde während eines Workshops über die Steuerung von Ärger und Aggression geführt. Dr. Donald Meichenbaum ist Professor an der Waterloo Universität in Ontario, Kanada, und Forschungsdirektor des Melissa-Instituts zur Gewaltprävention und Behandlung von Ge-waltopfern in Miami, Florida. Er hat kürzlich ein Handbuch veröffentlicht mit dem Titel: «Behandlung von Indivi-duen mit Störungen der Steuerung von Ärger und aggressivem Verhalten». Gesprächspartner war Dr. Heinrich Berbalk (links im Bild), Professor für Psychologie an der Universität Hamburg.

Sie haben die kognitive Verhaltenstherapie bei einem breiten Spektrum von Problemen weiterentwickelt. Nun haben Sie Ihre Bemühungen zur Eindämmung von Gewalt verstärkt. Wie kam es dazu und wie gehen Sie die Probleme mangelnder Steuerung von Ärger, Wut und Aggression an?

Donald Meichenbaum: Nachdem ich ungefähr 30 Jahre Professor an der Universität von Waterloo war, bin ich mit dem Melissa-Institut zur Gewaltprävention und Behandlung von Gewaltopfern in Miami in Kontakt gekommen. Melissa war eine junge Frau aus Florida, die die Washington-Universität in St. Louis besuchte. Eines Tages wurde sie mit einem Auto entführt und ermordet.

Wenn so etwas Schlimmes passiert, versuchen die Betroffenen – die Familie, Freunde oder Nachbarn – aus ihrem Schmerz irgendwie etwas Gutes zu machen. Sie bemühen sich etwas zu tun, was die Wiederholung eines solchen Unglücks verhindert. So gründete die Familie das Melissa-Institut. Das Melissa-Institut will eine Brücke schlagen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen auf der einen Seite und ihrer klinischer Anwendung, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit auf der anderen Seite.

Mit Wut und aggressivem Verhalten beschäftige ich mich allerdings schon seit 30 Jahren. Einige Therapien, die wir entwickelt haben, wie etwa das Stressimpfungstraining, sind von vielen kognitiven Verhaltenstherapeuten bei der Behandlung aggressiven Verhaltens verwendet worden. Wir haben auch mit verhaltensgestörten Kindern gearbeitet, bei denen Stress und aggressives Verhalten wichtige Symptome sind.

Das Thema Ärger fasziniert mich auch insofern, als es in der psychiatrischen Welt oft übersehen wird. Sie finden im DSM IV 9 verschiedene Angststörungen, 11 verschiedene affektive Störungen, aber nur eine Kategorie für Ärger.Ärger oder aggressives Verhalten spielt jedoch bei 19 verschiedenen Störungen eine Rolle. Man kann nicht therapeutisch arbeiten, ohne sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ärger ist eine häufige Begleiterscheinung jeder psychischen Störung. Das wird sich sicher schon im DSM V oder VI spiegeln. 

Die Frage ist also, was war zuerst da, der Ärger oder die anderen psychischen Störungen?

Donald Meichenbaum: Ja, ich denke, bei diesem Thema muss man die gesamte Lebensspanne als Perspektive wählen. Eine Sache, die am Ärger so interessant ist, ist die relativ hohe Stabilität über die Zeit. Ihre Frage, was zuerst kommt, ist nicht nur eine theoretische Frage, sondern auch eine sehr praktische. Häufig geht mit aggressivem Verhalten der Missbrauch psychotroper Substanzen einher. Also: Wann setzt der Missbrauch, wann der Ärger ein? Diese Fragen beschäftigen das Melissa-Institut. Was ist der Verlauf, wie kann ich ihn ändern und die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens reduzieren?

Können Sie die Aktivitäten des Melissa-Institutes etwas genauer ausführen?

Donald Meichenbaum: Das Melissa-Institut hat 3 essentielle Themen. Eines davon ist die finanzielle Unterstützung von Studenten, die zum Thema Gewaltprävention oder Aggressionssteuerung forschen, durch Stipendien. Das zweite Thema ist Weiterbildung: Wir machen viele Konferenzen und Trainings, z. B. zum Thema häusliche Gewalt. Das dritte ist die beratende Tätigkeit: für das Büro des Bürgermeisters, die Staatsanwaltschaft, Jugendheime und Ausbildungsinstitute. Darüber hinaus versuche ich, Behandlungsmethoden sowohl für Täter als auch für Opfer zu entwickeln und zu schauen, was das kognitive Verhaltensmodell hierfür zu bieten hat.

Sie haben dazu 2 Modelle entwickelt: ein Prozessmodell der Verarbeitung sozialer Informatio-nen und ein Fallkonzept-Modell zur Strukturierung der Information im Einzelfall.

Donald Meichenbaum: Es ist schon viel über den Lebensverlauf aggressiver Menschen geforscht worden, um die Dynamik aggressiven Verhaltens zu verstehen. Wir haben nun durch einige Längsschnittstudien Einblick, welche Prozesse beteiligt sind. Tatsächlich ist aggressives Verhalten sehr komplex.

Das Modell der Verarbeitung sozialer Informationen besagt, dass hoch aggressive Individuen Informationen aus ihrer Umwelt anders verarbeiten, vor allem, wenn sie unter unsicheren Bedingungen Entscheidungen treffen müssen. Aggressive Menschen sind also nicht häufiger mit Provokationen aus ihrer Umwelt konfrontiert, aber sie erkennen und bewerten diese Ereignisse anders. Wenn Sie z. B. die Arbeiten über den Missbrauch von Ehefrauen und über häusliche Gewalt von Holtzworth-Munroe anschauen, sehen Sie, dass Informationen anders en-kodiert werden: Gewalttätige Menschen neigen zu feindselig attributiven Vorurteilen. Sie unterstellen dem Ver-halten anderer Menschen mehr Absicht. Für den Schritt vom Ärger zur Aggression braucht es häufig die Annah-me, der andere handelt vorsätzlich. Man muss einerseits Ereignisse als Provokationen und persönliche Bedro-hung auffassen, andererseits Ärger und aggressives Verhalten positiv bewerten und für ein probates Mittel hal-ten. Wenn man dann nach Verhaltensmöglichkeiten sucht, ist es wahrscheinlich, dass einem aggressive Optio-nen einfallen. Aggressionen selbst lösen bei anderen wieder aggressives Verhalten aus, ob es nun die Eltern sind in einem zwanghaften Muster, das Patterson beschrieben hat, oder ob es sich um Interaktionen mit Peers handelt. Diese Reaktionen der anderen bestärken die Gewalttäter wiederum in ihrem Glauben über sich und in ihrem Weltbild.

Man kann darüber nachdenken, was die Entwicklungsprozesse bei einer gewaltbereiten Person sind; z. B. früh selbst Opfer geworden zu sein, sei es durch körperlichen oder sexuellen Missbrauch, emotionale Vernachlässigung oder durch die Konfrontation mit gewalttätigen Rollenvorbildern zu Hause oder im Umfeld. Wir können darüber nachdenken, welcher Art die Eltern-Kind-Kommunikation ist, die ihren Beitrag dazu leistet. Welche Rolle spielt die fehlende Entwicklung moralischer Emotionen und damit der Fähigkeit des Perspektivenwechsels? Was sind die Einstiegspunkte, die Einfluss auf diesen Werdegang haben?

Was können wir tun? Angefangen bei der frühen Kindheit, z. B. durch Programme gegen das Schikanieren in der Schule oder durch das Unterstützen notwendiger intellektueller Fähigkeiten. Das Leseverständnis ist z. B. ein ziemlich wichtiger Faktor. Je niedriger das Leseverständnis, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Gewalt. Aus diesem Grund hat das Melissa-Institut als Präventionsstrategie versucht, sich darauf zu konzentrieren, was getan werden kann, um die schulischen Fertigkeiten zu verbessern.

Darüber hinaus ist der Einfluss von Peers und wie man sich bei diesen Prozessen einschalten kann, wirklich kritisch. Wie kann ich prosoziale Peers finden? Wichtig ist nicht nur, Risikofaktoren zu identifizieren, sondern auch Ressourcen zu erkennen und zu entwickeln. 

Das Fallkonzept-Modell gibt die Richtung für die Informationssammlung im Einzelfall

Donald Meichenbaum: Das Konzept des Fallmodells ist «eine prozedurale Lebensgraphik». Es betrachtet den Fluss von Informationen und legt fest, welche Informationen man für einen bestimmten Klienten braucht. Grund-lage sind Informationen wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Staatszugehörigkeit, die alle starke Implikationen haben. Und es führt durch eine ganze Bandbreite von Risikofaktoren. Dies können Dinge wie Abstammung sein oder der Einfluss, den Ärger und Aggressionen des Klienten auf sein soziales Leben haben.

Oft haben die Menschen nicht nur mit ihrem Ärger und Aggression zu tun, sondern auch andere Probleme. Etwa 50 % der Kinder sind gleichzeitig hyperaktiv, haben Lernschwierigkeiten oder sind aufsässig.

In unserer Arbeit mit weiblichen Jugendlichen zeigt sich, dass 50–60 % der Mädchen mit antisozialem Verhalten, Ärger und Aggression Opfer eines Verbrechens waren, so dass auch posttraumatische Belastungsstörungen vorliegen. Man findet auch Drogenmissbrauch und wenn dazu noch eine Depression kommt, besteht nicht nur eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Mädchen ihre Aggressionen ausleben, sondern auch dass sie sich selbst verletzen. Diese Gruppe ist also sehr wichtig, wenn man Suizidmordraten betrachtet.

Wir schauen auch nach wirtschaftlichen und familiären Stressoren und Stressoren in der Entwicklung. Wir schauen, wie die Menschen in der Vergangenheit behandelt wurden. Aber jede dieser Kategorien in dem Fallkonzeptmodell deckt nur einen Teil der Geschichte ab. Unsere Kliniker sollen auch auf «den Rest der Geschichte» achten, auf die schützenden Faktoren, die individuellen, sozialen und systemischen Ressourcen, die wir aufbauen können. Dann versuchen wir uns mit den Klienten auf ein gemeinsames Ziel zu einigen. Zuletzt versuchen wir herauszufinden, welche Hindernisse der Intervention möglicherweise im Wege stehen werden. Manchmal sind diese Hindernisse die Reflexionen des Klienten, manchmal soziale Hindernisse durch Peers oder die Familie und manchmal kann es auch am System liegen, an unzugänglichen Behörden, langen Wartelisten oder Ähnlichem.

Es ist beeindruckend zu erleben, wie Sie alle diese Informationen mit Ihren Patienten teilen.

Donald Meichenbaum: Wir haben herausgefunden, dass es gut ist, diese Informationen mit den Patienten in einer altersgerechten Form zu teilen. Bei Erwachsenen lautet das etwa so: «Ich habe den Eindruck, dass das, was Sie hierher bringt, folgendermaßen ist: ... Und zusätzlich ...». Und jedes Mal, wenn ich das Wort «zusätzlich» sage, beziehe ich mich auf komorbide Probleme. Weiter sage ich: «... und es wird dadurch aufrechterhalten bzw. noch verstärkt, dass ...». Und jedes Mal, wenn ich das sage, bringe ich vergangene und aktuelle Stressoren mit hinein. Wenn meine Patienten etwas über erfolgreiche Lebensbewältigung oder erfolgreiche Aggressionsbewältigung unter schwierigen Bedingungen erzählen, greife ich das auf: «... und das haben Sie fertig gebracht, obwohl …». Und nach jedem «obwohl» bringe ich potentielle Stärken, sowohl vergangene als auch aktuelle ins Spiel.

Einen wichtigen Anteil bei der Vermittlung der Fallkonzeption hat auch die gemeinsame Klärung von Störendem für den Prozess der Veränderung: Wo tauchen Widerstände auf und wie kann man mit Ihnen fertig werden?

Soweit ich mich erinnere, begannen Sie mit Trainings zur Selbstinstruktion und Sie endeten bei der konstruktiv-narrativen Perspektive. Ist dies ein Thema mit Variationen oder ist es Konstanz mit Veränderung?

Donald Meichenbaum: Nun, es ist hauptsächlich ein natürlicher Wachstumsprozess. Der Fokus meiner Arbeit lag zunächst darin, Kindern und Erwachsenen beizubringen, dass sie nachdenken, bevor sie handeln. In den frühen 1970er Jahren haben wir Techniken geschaffen wie das Selbstinstruktionstraining, Stressimpfung etc., die auf die Entwicklung selbstregulativer Fertigkeiten zielten. Spätestens nachdem ich begonnen hatte, mit TraumaPatienten zu arbeiten, wurde mir klar, dass das lerntheoretische Modell nicht ausreicht, um die Komplexität des Prozesses zu erklären. So habe ich mich davon weg und hin zu einer konstruktiv-narrativen Perspektive bewegt.

Ich sehe die Aufgabe der Therapeuten darin, dem Patienten «bei der Konstruktion einer neuen Geschichte über seine Probleme» zu helfen. Ich arbeite darauf hin, dass Ärgerpatienten mit Aggressionsneigung, Umstände und Provokationen als Probleme, die gelöst werden müssen, oder als Herausforderungen ansehen und nicht persönlich nehmen und eskalieren lassen. Ich lehre immer noch selbstregulative und andere Techniken, aber ich habe eine breitere Perspektive. Wenn kognitive Therapeuten eine lebenslange Perspektive einnehmen und sich für kognitive Strukturen und Schemata interessieren und dafür, wie sich diese entwickelt haben, ändern sie ihr Vorgehen: Sie interessieren sich für die Geschichten, die die Patienten über sich und ihre Probleme erzählen. Therapeuten brauchen nicht nur die Information, dass den Klienten schlimme Dinge passieren, sondern welche Geschichte sie sich und anderen über diese schlimmen Dinge erzählen.

Die Geschichte über ihre Beziehungen und ihre Erlebnisse, und wie sie sich auf der Grundlage dieser Geschichte verhalten. – Was unterscheidet Ihren kognitiven Therapieansatz von anderen kognitiven Therapieansätzen?

Donald Meichenbaum: Ich habe größte Hochachtung vor Aaron Beck, Albert Ellis, den Banduras, den Mahoneys und allen anderen, die teil hatten an der Entwicklung der kognitiven Therapie. Dennoch gibt es einige wichtige Unterschiede. Ich teile nicht die Auffassung, dass Menschen «irrationale» Überzeugungen haben. Ich verwende dieses Wort nie. Es verursacht Gefühle des Unangepasstseins. Ein weiterer Unterschied liegt in der Rolle, die ich Gefühlen zuweise. Die Therapieform heißt zwar kognitive Verhaltenstherapie, aber Gefühle sind das Bindemittel, das alles zusammenhält. Schemata werden von Gefühlen gespeist. Die Gedanken, die die Klienten haben, sind «heiße Kognitionen». Es ist das Fehlen moralischer Gefühle, von Gewissen, Schuld, Schamgefühl, das Fehlen des Perspektivenwechsels, es ist die Attribuierung der Absicht mit all seinen emotionalen Kräften, die Bedeutung gewinnen.

Der Mensch ist nicht in bestimmte Teile unterteilt, er ist eine Einheit, eine Geschichte. Es ist die Realität, in der er lebt, und diese ist nicht fehl angepasst, sondern eben die Geschichte dieses Menschen.

Donald Meichenbaum: Und es ist die Geschichte des Menschen in einem Kontext. Das ist das Schlüsselelement. Er ist ein Teil der Peergruppe, des sozialen Milieus. Beim Anhören der Geschichten ist nicht nur die Verlässlichkeit der therapeutischen Beziehung wichtig, auch die Art, wie zur erzählten Geschichte Feedback gegeben wird, ist wichtig. Wir nutzen dazu eine Uhren-Metapher: Die Hand auf 12 Uhr: interne und externe Stimuli der Geschehnisse; 3 Uhr: primäre und sekundäre Emotionen; 6 Uhr: automatische Gedanken, kognitive Prozesse, Denkstile, Überzeugungen, Schemata; 9 Uhr: das spezifische Verhalten, physiologische Prozesse, Folgen und Konsequenzen. – Ich sage dann: «Das hört sich für mich an – korrigieren Sie mich bitte, wenn ich Unrecht habe – als ob es ein bösartiger ... (dabei lasse ich langsam meine Hand von 9 Uhr den ganzen Weg um die imaginäre Uhr wandern, und der Klient ergänzt dann schon in der Regel den Satz) … Kreislauf ist.» Dann gehen wir zurück und untersuchen die einzelnen Geschehnisse des Kreislaufs.

Meine Klienten sollen erkennen, dass ihre Wut aus einzelnen Komponenten besteht, die miteinander verknüpft sind. Dass es Triggerfaktoren gibt, welche Gefühle entstehen, welcher Art ihre Gedanken dann sind, die dazu führen, dass sie so reagieren, wie sie reagieren. Sie sollen erkennen, dass es nicht nur das äußere Ereignis ist, sondern dass es Dinge gibt, die sie selbst tun, die mit dazu führen, dass genau die Zustände entstehen, über die sie sich aufregen. Sobald der Klient annimmt, dass es ein Kreislauf ist, kann er erkennen, dass seine früheren Bemühungen den Kreislauf sogar noch schlimmer machten, z. B. durch sein Vermeidungsverhalten, seinen Drogenmissbrauch.

Erfolge gibt es. Es bleibt das größte Problem, dass es keinen Ansatz gibt, verschiedene Institutionen und Berufsgruppen in diesem Prozess zusammenzubringen.

Donald Meichenbaum: An diesem Punkt wird es wirklich kritisch. Das ist auch das Anliegen des Melissa-Instituts. Es gibt tatsächlich viele Angebote, die ohne Umschweife dazu führen können, die Wahrscheinlichkeit von Gewalt zu erhöhen. Wenn man z. B. antisoziale Jugendliche alle zusammen in eine Gruppe steckt, erhöht man damit die Wahrscheinlichkeit von Gewalt; auch wenn man an Schulen eine Politik mit viel Kontrolle, Freistellungen und Schulverweisen betreibt, erhöht man die Wahrscheinlichkeit für Gewalt; wenn man diese Kinder alle in Gruppen-lager steckt, kann dasselbe passieren. Es gibt viele Programme, die kritisch evaluiert werden müssen. – Mir geht es vor allem darum, dass die Komplexität des Ganzen gesehen wird. Es braucht wirklich ein ganzes Dorf, wie man so schön sagt, um hier etwas zu verändern. Nur ein kleiner Prozentsatz von Kindern begeht Verbrechen. Je früher wir diese Kinder identifizieren können und je früher wir intervenieren können, desto besser.

Vielen Dank für dieses Interview!

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