Logo

Logo des Instituts für Person-geleitete Veränderung

Das Instituts-Logo symbolisiert die Ziele der Person-geleiteten Verhaltenstherapie nämlich Lebenskompetenz (blauer Hintergrund), Heilung (Sonne) und Entwicklung (Baum).

Die Puppen unter dem Instituts-Logo sind Beispiele von Repräsentanten für Anteile der Person. Die 10 Puppen unter dem Logo repräsentieren von links nach rechts 5 von 27 gegenwärtig unterschiedenen und bipolar angeordneten zentralen Anteilspaaren.

Von den 10 abgebildeten Puppen gehören als Anteilspaare zusammen:

das Paar Nr.1: die Puppe 01 Die geliebte Person und die Puppe 06 Die vernachlässigte Person

das Paar Nr.2: die Puppe 02 Die sichere Person und die Puppe 07 Die bedrohte Person

das Paar Nr.3: die Puppe 03 Die akzeptierte Person und die Puppe 08 Die fehlerbehaftete Person

das Paar Nr.4: die Puppe 04 Die freie Person und die Puppe 09 Die unterworfene Person

das Paar Nr.5: die Puppe 05 Die selbstbeherrschte Person und die Puppe 10 Die unbeherrschte Person

Die Darstellung der Person in der Therapie erfolgt zwar mit individuell ermittelten Anteilen und eventuell mit anderen als passender empfundenen Puppen als oben abgebildet. Auch die erfundenen Namen für die Anteile / Puppen sind individuell verschieden von den eben eingeführten Namen.

Stellen Sie sich eine Person vor mit ausgeprägten Anteilen 1 - 5.

Und stellen Sie sich vor eine Person mit ausgeprägten Anteilen 6 - 10.

Betrachten Sie die jeweiligen Puppen unter dem Logo.

Die Person mit den Anteilen von links bis zur Mitte wäre vorstellbar als glücklich, zufrieden und erfolgreich in der Lebensbewältigung.

Die Person mit Anteilen von der Mitte bis nach rechts wäre vorstellbar als unglücklich, unzufrieden und eingeschränkt in der Lebensbewältigung.

Tatsächliche Personen können, oft unterschiedlich stark ausgeprägt, die meisten Anteile in sich verkörpern.

Abhängig von der dynamischen Beziehung der Anteile untereinander und abhängig von den aktuellen Umgebungen können Schwankungen der Person in der Dominanz der Anteile zu beobachten sein - eventuell problematisch für die Person selbst und problematisch für Personen aus ihrer Umgebung.

Werden die unter Umständen ”voreingestellten" Anteile der Person bewußt, wird es möglich, stattdessen alternative Konstellationen von Anteilen zu entwickeln. Auch ein neues dynamisches Zusammenspiel der Anteile wird dann vorstellbar.

Ziel kann auch werden, schwache Anteile zu stärken oder neue oder fehlende Anteile auszubilden: Bewusstes benennen und beobachten der Anteile, "voreingestellte" Anteile in Bewegung bringen, neue Anteile erfinden und eine zukünftige Dynamik in der Person anstoßen.

Dies sind Hauptmotivatoren für die Person-geleitete Verhaltenstherapie und fruchtbarer neuer Rahmen für die Erklärung und Änderung von symptomatischen Verhaltensweisen.

Person-geleitete Verhaltenstherapie

Herkunft und Ausgangspunkt der Person-geleiteten Verhaltenstherapie

Die Weiterentwicklung der Schematherapie am Institut für Schematherapie in Eckernförde hat nach Modifikationen, Ergänzungen und einem neuen Rahmen für die therapeutische Beziehung zu einer neuen Richtung in der Verhaltenstherapie geführt: Person-geleitete Verhaltenstherapie.

Sie unterscheidet sich von anderen Ausrichtungen der Verhaltenstherapie durch die besondere Hervorhebung der Person als Ausgangspunkt für jegliches Geschehen in der Therapie.

Sie basiert auf einem umfassenden und breiten Verhaltensbegriff und schließt deshalb auch die Kooperation mit anderen erfolgreichen Psychotherapierichtungen ein. Dies geschieht durch differentielle Zuweisung einzelner Patienten, Übernahme von Behandlungselementen in das Repertoire der Person-geleiteten Verhaltenstherapie oder zeitgleiche sowie sukzessive Zusammenarbeit mit Therapeuten unterschiedlicher Orientierung und Kompetenzen.

Ausgangspunkt der neuen Richtung der Verhaltenstherapie ist die Anerkennung der Person als erstrangig für Diagnose und Intervention. Unterschiedliche Verhaltens- oder Störungsebenen werden ausschließlich auf dem Hintergrund der Person oder von ihr ausgehend betrachtet. Es gibt kein von der Person abgelöstes Verhalten, sowie es keine von der Person abgelöste Störung gibt.

Vergleichbar wird die Einbindung der Person in ihre äußeren Lebensbedingungen gesehen. Es gibt somit kein Verhalten, keine Störung außerhalb des Dreiklangs Person, Lebensbedingung und Bewältigungsverhalten - gleich ob es als funktional oder dysfunktional qualifiziert wird.

Traditionelle Verhaltenstherapie, auch sog. kognitive Verhaltenstherapie, wird nicht in Konkurrenz sondern als nützlicher Steinbruch für auszuwählende Bausteine im Einzelfall gesehen.

Verhaltensebenen, auf denen Verhaltenstherapie nicht zu Hause ist oder für die sie nichts zu bieten hat, erfordert die Zuweisung zu oder die Kooperation z.B. mit Gestalt-, Gesprächs-, Realitäts- oder Individualtherapeuten.

Rahmenkonzept und Vorgehensweise

Konzept und Vorgehen

Person-geleitete Verhaltenstherapie liefert sowohl ein Rahmenkonzept für die Sicht von der Person im Änderungsprozess als auch spezifische Vorgehensweisen für Diagnostik, Änderungsplanung und Interventionsschritte.

Für Diagnostik und Änderung ist die herausragendste Methode der Person-geleiteten Verhaltenstherapie der Einsatz von Puppen als Repräsentanten relativ eigenständiger Personanteile.

Die Person-geleitete Verhaltenstherapie bietet in diesem Zusammenhang eine neue Theorie der Person, die Parallelen mit neuen Forschungsansätzen aufweist.

Indikation und Anwendungsbereiche

Für wen und in welchem Kontext

Person-geleitete Verhaltenstherapie eignet sich besonders für Personen mit anhaltenden und therapieresistenten Schwierigkeiten im Umgang mit sich selbst, mit anderen Personen und mit der Bewältigung ihrer realen Lebensbedingungen. Die Therapie führt die Person aus einem desorganisierten, überfordernd chaotischen und unterworfenen Leben in ein mit allen wichtigen Personanteilen und ihren Lebensbedingungen abgestimmtes organisiertes und geordnetes selbstbestimmtes Leben. Person-geleitete Verhaltenstherapie findet Anwendung als Rahmen und Ergänzung in der ambulanten Therapie, der stationären Behandlung in unterschiedlichen Kontexten - Kinder, Jugendliche und Eltern, Erwachsene - , in Psychiatrie und Psychosomatik, in Heimen, bei Rehabilitation und Resozialisation. Ein weiterer Schwerpunkt in der Anwendung ist die Person-geleitete Fall- und Stationssupervision.